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Ausgabe 1 Jahrgang 2007

Aus Wissenschaft und Forschung

Modellierung der Unkrautpopulationsdynamik (Apera spica-venti) als Entscheidungshilfe für die Herbizidapplikation bei teilschlagspezifischer Bewirtschaftung unter Berücksichtigung von Bodenparametern
Autor(en): Ronald Möws, Karlstrasse 10, 38106 Braunschweig, E-Mail: r.moews@tu-bs.de ist Student der Geoökologie an der TU-Braunschweig im 9. Semester.
Dipl.-Ing (FH) Peter Vorpahl, Rudolfstrasse 17, 38104 Braunschweig, E-Mail: p.vorpahl@tu-bs.de ist Student der Geoökologie an der TU-Braunschweig im 9. Semester.
Abstract: Der vorliegende Artikel beschäftigt sich mit der räumlichen Variabilität des Un-krautvorkommens und der Modellierung der Populationsdynamik des Gemeinen Windhalms (Apera spica-venti) beispielhaft für eine annuelle Unkrautart. Ziel war es, einen Bekämpfungsschwellenwert nach ökonomischen und ökologischen Kriterien zu ermitteln, ab dem ein Herbizid appli-ziert werden sollte. Der Lebenszyklus von Apera spica-venti wurde mit einem zellulä-ren Automaten gekoppelt, um eine flächen-hafte Simulation der Populationsentwick-lung durchzuführen. Es wurden verschie-dene Szenarien der teilschlagspezifischen Bewirtschaftung bei gleich bleibenden Kul-turpflanzen aber unterschiedlichsten Be-kämpfungsschwellenwerten über viele Jah-re simuliert. Es stellte sich heraus, dass die im langjährigen Mittel zu applizierende Menge nur sehr gering vom gewählten Schwellenwert abhing. Dennoch ergaben sich mittlere Einsparpotentiale von bis zu 70 %. Es konnte allerdings ein Schwellen-wert von ~45 Pflanzen pro Quadratmeter ermittelt werden, bei dem eine verringerte ökologische Belastung der Nutzfläche durch im Mittel weniger Jahre mit hoher Applikationsrate zu erwarten ist.
Danksagung: Diese Arbeit entstand als eine Studienarbeit aus einem Projektseminar im Studiengang Geo-ökologie an der TU Braunschweig. Wir danken allen Teilnehmern des Projektseminars für die Vorarbeiten zu diesem Artikel.
Teilgenommen haben Manuel Buch, Helen Feldhaus, Jan Feldhaus, Christian Gläser, Michael Herbst, Yvonne Hermanns, Kerstin Hockmann, Anna Kaeser, Danyelle Klauß, Oliver Mie-lenz, Ronald Möws, Mona Rabe, Henrike Schelle, Anna Trockel, Ferdinand Vollmers, Peter Vorpahl und Julia Weyer als Studenten der Geoökologie unter Betreuung von Dr. Dagmar Söndgerath, Klaus Schmalstieg und Wolgang Max.
Unser besonderer Dank geht an Prof. Dr. Otto Richter und Dr. Henning Nordmeyer für die Leitung des Projektseminars und die Unterstützung bei dieser Arbeit.
Keywords:


Populationsdynamik, Apera spica-venti, Modellierung, Zellulärer Automat, Teilschlagspezifische Bewirtschaftung, Schwellenwert, Herbizidapplikation.
Elektronisches Identifikationssystem zur Erfassung des Verhaltens von Legehennen
Autor(en): Dr. Georg Fröhlich ist Leiter des Arbeitsbereiches Mechatronik, M. Sc. Stefan Thurner ist Mitarbeiter im Arbeitsbereich Technik in der Nutztierhaltung, s.g. ET Stephan Böck und Dipl. Ing. (FH) Robert Weinfurtner sind Mitarbeiter im Arbeitsbereich Mechatronik des Instituts für Landtechnik und Tierhaltung (Leiter Dr. Georg Wendl).
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft, Institut für Landtechnik und Tierhaltung, Vöttinger Str. 36, D-85354 Freising, Tel. 08161/ 71 3463, Fax. 08161/ 714363, E-Mail: Georg.Froehlich@LfL.bayern.de
Abstract: Die zuverlässige automatisierte elektroni-sche Identifikation von sich bewegenden Tieren mit Hilfe von Transpondern stellt unter Bedingungen, wie sie in hochtechni-sierten Versuchsbetrieben herrschen, im-mer noch eine Herausforderung dar. Kos-tengünstige Systeme, die viele Tiere an möglichst vielen Orten im Haltungssystem erkennen, sind nicht verfügbar. Ziel der Arbeit war die Entwicklung und Erprobung eines Identifikationssystems für Legehen-nen zur Beobachtung der Tierbewegungen zwischen Stall und Auslaufbereichen sowie des Eiablageverhaltens im Nest. Ergebnis ist eine Tiererkennungs- und Sensordaten-erfassungseinheit, die für viele Anwendun-gen im Precision Livestock Farming ge-eignet ist.
Danksagung: Das dieser Veröffentlichung zugrundeliegende Vorhaben wurde mit Mitteln des Bundesminis-teriums für Bildung und Forschung und der Lohmann Tierzucht GmbH gefördert.
Keywords:


elektronische Tiererkennung, Legehennen, Transponder, Identifikationssysteme.
Common Vision Blox Manto - Eine Methode zur automatischen Auswertung des Auslaufverhaltens von Legehennen
Autor(en): Dipl. Ing. (FH) Rudolf Peis (rudolf.peis@lfl.byern.de ) ist an der Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft am Institut für Landtechnik, Bauwesen und Umwelttechnik in Frei-sing/Weihenstephan als technischer Angestellter beschäftigt und war mit der Bearbeitung des beschriebenen Projektes beauftragt.
Dr. Bernhard Haidn leitet den Arbeitsbereich Verfahrens-technik in der Nutztierhaltung des Institut für Landtechnik, Bauwesen und Umwelttechnik der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft und war für das Forschungsprojekt verantwortlich.
Abstract: Der Bereich des Auslaufverhaltens von Legehennen ist noch wenig erforscht. Ins-besondere fehlen Langzeituntersuchungen. Eine Möglichkeit geeignetes Datenmaterial zu erhalten, stellt die automatisierte Bild-analyse dar. Entsprechende Systeme erfas-sen Objekte im Bild und bestimmen deren Anzahl sowie Position. In den Untersu-chungen der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft wurde hierfür „Com-mon Vision Blox“® der Firma Stemmer Imaging verwendet. Das Programm arbei-tet mit Algorithmen, die auf Neuronalen Netzen basieren, und maschinelles Lernen ermöglichen. Im Forschungsprojekt wurde die Wirkung von Strukturelementen auf das Auslaufverhalten anhand von zwei Grup-pen von Hühnern (je 450 Tiere) untersucht. Im Beitrag werden Ergebnisse zur Erken-nungsgenauigkeit der automatischen Aus-wertung, der Verteilung der Hühner auf Teilflächen sowie deren durchschnittlicher Stallabstand dargestellt. Als Schlussfolge-rung der Untersuchungen lässt sich fest-halten, dass Form und Anordnung der verwendeten Strukturelemente noch ver-bessert werden müssen.
Keywords:


Auslaufverhalten, Legehennen, Bildanalyse, Support Vektor Maschine.

Aus der Praxis für die Praxis

Die Datenbank ALPS-BBA – Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz online
Autor(en): Die Autoren sind in verschiedenen Instituten der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Stahnsdorfer Damm 81 in 14532 Kleinmachnow beschäftigt.
Dr. agr. Udo Wittchen (Institut für Folgenabschätzung im Pflanzenschutz) zeichnet für die Bereitstellung und Pflege themenbezogener Datenbanken verantwortlich. U.Wittchen@BBA.de
Dipl.-Math. Jörg Sellmann (Zentrale EDV-Gruppe) arbeitet als Systemanalytiker und Da-tenbankadministrator. J.Sellmann@BBA.de
Dr. agr. Petra Seidel (Institut für Integrierten Pflanzenschutz) ist für die Bewertung alterna-tiver Pflanzenschutzmethoden zuständig. Sie leitet das Projekt „ALPS-BBA“ P.Seidel@BBA.de
Abstract: Der Reduzierung des Einsatzes chemischer Pflanzenschutzmittel kommt eine hervorra-gende Bedeutung bei der Gestaltung einer nachhaltigen Landwirtschaft, dem vorsor-genden Verbraucherschutz und dem Schutz des Naturhaushaltes zu. Eines der wesent-lichsten Mittel zur Erreichung dieses Zieles stellt die Anwendung alternativer, nicht-chemischer Pflanzenschutzmaßnahmen dar. Dazu ist es notwendig, dem potentiel-len Anwenderkreis (Landwirte, Berater) aber auch der Öffentlichkeit (Politik, Wirt-schaft, Forschung, u. a. Interessenten) um-fassende, wissenschaftlich fundierte Infor-mationen bereitzustellen. Diesem Anliegen entspricht die Online-Datenbank ALPS-BBA, die den aktuellen Kenntnisstand auf diesem Gebiet dokumentiert. Die Daten-bank wird ständig erweitert und aktuali-siert und stellt damit einen her-vorragenden Beitrag zur Reduzierung des Einsatzes chemischer Pflanzenschutzmittel dar.
Keywords:


Alternativen zu chemischen Pflanzenschutzmaßnahmen, Pflanzenschutz, Online-Datenbank.

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